Katze einschläfern

Ist eine Katze alt oder krank müssen viele Besitzer früher oder später die schmerzliche Erfahrung machen und ihren geliebten Stubentiger einschläfern lassen. Der Moment, in welchem man von einem langjährigen Begleiter Abschied nehmen muss, kann sehr prägend sein.

Wie genau eine Euthanasie abläuft, wie du deinem Tier möglichst stressfreie und angenehme letzte Momente bescherst und wie man mit der Trauer umzugehen lernt, erfährst du in diesem Beitrag.

Organisatorische Tipps und Vorbereitung

Am Tag der Euthanasie spüren Tiere oftmals schon vor dem Tierarztbesuch, dass etwas anders ist. Um möglichst ruhig zu bleiben und deiner Katze in den letzten Minuten Sicherheit und Liebe zu schenken, bedarf es sowohl emotionaler als auch organisatorischer Vorbereitung.

Die Entscheidungsfindung – wann und warum?

Den richtigen Zeitpunkt festzumachen, um dein Tier einschläfern zu lassen, ist eine sehr schmerzvolle Aufgabe und viele Menschen trauen sich nicht diesen Schritt von sich aus zu gehen. Sie handeln entweder zu spät oder zu früh, weil sie den Gedanken an einen baldigen Tod ihrer Katze nicht ertragen können.

Leider gibt es viele Gründe, weshalb man sich zu dem schweren Schritt entscheidet, die liebe Samtpfote zu erlösen. Das Privileg einer legalen Euthanasie sollte allerdings niemals voreilig ausgenutzt werden. Hole dir stets eine zweite Meinung ein und wäge mit deinem Tierarzt ab, ob das Leben deiner Katze z.B. durch langfristige Medikamentengabe wieder lebenswert gemacht werden könnte.

In den meisten Fällen ist das Alter der Katze Grund für die Euthanasie. Bei den Senioren unter den Vierbeinern fahren Sinneswahrnehmungen und Orientierung oft so weit herunter, dass auch Tierärzte ein Leben unter diesen Umständen als nicht mehr lebenswert einstufen würden.

Auch einige Krankheiten, die besonders Katzen betreffen, sind vorzeitige Todesurteile, bei denen allein der Zeitpunkt der Euthanasie gut eingeschätzt werden sollte. Wie es deiner Katze zu Hause geht, ob sie frisst, trinkt und spielt oder sich äußerlich verändert, kannst du am besten selbst einschätzen.

Letzten Endes bleibt die Entscheidung für oder gegen das Einschläfern bei dir. Auch der Zeitpunkt kann dir nicht vorgeschrieben werden. Trotzdem ist es sinnvoll auf die Ratschläge der Tierärzte zu hören. Diese kennen Krankheitsbilder sehr gut und können dir eine objektive und professionelle Beratung geben.

Eine Katze macht es sich auf einem Miniatur-Sessel bequem

Beim Tierarzt: Vorgespräche unter Vertrauen

Wenn ein krankes oder altes Tier bei dir zu Hause wohnt und du dich unsicher fühlst, wann bzw. ob der richtige Zeitpunkt zum Einschläfern gekommen ist, solltest du dich nicht davor scheuen, offen auf deinen Tierarzt zuzugehen und diesen frühzeitig um Rat zu bitten.

Nach eingehender Untersuchung deines Tieres, Abfrage der motorischen Fähigkeiten und allgemeinem Stand deiner Katze, wird der Tierarzt dir oftmals schon sagen können, ob sich die Behandlung deines Tieres lohnt oder diese langfristig nicht zu einer Verbesserung führen würde. Dein Tierarzt wird dir den Stand schonend mitteilen und verständnisvoll auf Fragen, Sorgen und Trauer reagieren.

Eine Euthanasie wird niemals willkürlich durchgeführt und ist auch für deinen Tierarzt, sogar nach etlichen Jahren im Dienst, noch eine schmerzhafte Aufgabe. Trotzdem haben Tierärzte gelernt in einer solchen Situation empathisch und offenherzig auf dich und dein Tier zuzugehen. Scheue also nicht davor zurück, deinem Tierarzt auch deine Ängste mitzuteilen.

Der Ablauf der Euthanasie

Ist der Tag des Einschläferns erst einmal gekommen, ist die Trauer und der Schmerz groß.

Um die unangenehmen Stunden möglichst schnell hinter sich zu bringen, bedarf es einiger Vorbereitung, die vor dem Weg zum Tierarzt durchgedacht worden sein sollten.

Je nach Tierarzt ist es sogar möglich die Euthanasie stressfrei bei dir zu Hause durchzuführen.

Ob zu Hause oder beim Tierarzt – In jedem Fall solltest du dir Gedanken darüber gemacht haben, was nach der Euthanasie mit deiner Katze geschieht.

Du kannst sie entweder selbst auf dem eigenen Grundstück beerdigen, sie dem Tierarzt überlassen oder auf einem Tierfriedhof bestatten lassen. Auch dies sollte vorher organisiert werden.

Katze gibt beim Clickertraining ein High Five

Überlege dir außerdem vorher, ob du beim Einschläfern dabei sein möchtest oder nicht. Tierärzte empfehlen, dass Besitzer ihrem Tier in den letzten Minuten zur Seite stehen, um ihm etwaige Ängste zu nehmen. Wenn du denkst dies emotional nicht zu verkraften, nimm dir ggf. Unterstützung mit und nimm dir an diesem Tag frei.

Das Einschläfern an sich geht dann meist schnell vorüber. Mithilfe eines „überdosierten“ Schlaf-, bzw. Narkosemittels wird deine Katze innerhalb von 15 bis 30 Minuten langsam und komplett schmerzfrei in den Schlaf geführt. Währenddessen kannst du dein Tier streicheln, es beruhigen und dich von ihm verabschieden.

Emotionales Abschiednehmen: Ratschläge zur Schmerzlinderung

Oftmals werden Haustiere über die Jahre zu vollwertigen Familienmitgliedern. Umso schwerer fällt dann der Abschied. Der Gedanke, dass das Tier nun von Schmerzen erlöst ist, kann zwar erleichternd sein, die Trauer heilt er aber meist nicht.

Die Tage nach der Einschläferung deiner Katze

Die Tage nach der Euthanasie eines Haustieres sind oft sehr hart. Meist steht die Wohnung noch voll mit Dingen, die einen an die Katze erinnern. Um deine Trauer bald loszuwerden, solltest du an diesen Dingen aber nicht krampfhaft festhalten, sondern sie möglichst zeitnah aus deinem Blickfeld schaffen.

Auch wenn du die Spielsachen, Näpfe und Betten bei Seite gestellt hast, wird das „aus den Augen aus dem Sinn“-Prinzip in diesem Fall wahrscheinlich nicht funktionieren. Um dich an deine Katze zu erinnern, stelle bspw. ein Foto oder Erinnerungsstück von ihr auf.

Lasse deinen Gefühlen gerade in den ersten Tagen freien Lauf. Es ist völlig normal, dass der Leidensdruck oftmals zu emotionalen Ausbrüchen und Tränen führt. Lasse das Weinen also zu und versuche dich im selben Augenblick nicht nur auf deine Trauer, sondern auf die schönen Momente mit dem Tier zu konzentrieren.

Mit langfristigem Schmerz umgehen

Auch wenn die ersten Tage nach dem Einschläfern hart sind, sollte der Schmerz irgendwann nachlassen. Solltest du nach einigen Wochen immer noch unter der Situation leiden, versuche dich mit schönen Dingen abzulenken und neue Interessen zu finden.

Langfristig könntest du dir auch überlegen, dir erneut eine Katze oder ein anderes Haustier anzuschaffen. Diese Entscheidung sollte allerdings nicht impulsiv bzw. direkt nach dem Einschläfern deines alten Tieres erfolgen. In diesem Fall wird die neue Katze oft nur als Ersatz, Ausgleich oder Trauerbewältigung gesehen.

28 Gedanken zu „Katze einschläfern“

  1. Der Text hat mir sehr geholfen ich musste heute leider meine geliebte Katze erlösen lassen es hat mir das Herz gebrochen und ich weiß nicht ob es je wieder heilen wird.

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    • Hallo Stephanie,

      wir mussten auch vor 3 Tagen unser liebes Fellknäuel einschläfern lassen. Ich habe auch das Gefühl manchmal nicht mehr atmen zu können…plötzlich ein Leben ohne sie…

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      • wir werden es wahrscheinlich morgen vor uns haben – nach 18 Jahren 🙁 Aber ehrlich gesagt, wenn der Tierarzt meint, dass es für unseren geliebten Kater eine Erlösung wäre, dann stehe ich voll und ganz dahinter. Soll doch auf keinen Fall noch länger leiden der Arme…

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        • …… wir fahren heute Abend noch zum Tierarzt um unseren geliebten Kater Felix von seinen Leiden zu erlösen. Fast 15 Jahre war unser Bärchen bei uns. Seit Wochen frist er immer weniger, mittlerweile nichts mehr. Ein CT ergab nun das er einen größer werdenden Tumor in der Speiseröhre hat. Er soll nicht länger leiden. Dieser Blick von ihm sagt mir: hilf mir, tue etwas.

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  2. Ich stehe kurz davor, meinen kranken Kater (14) einschläfern zu lassen. Er hat eine Sepsis, erholt sich seitdem trotz Antibiotika nicht mehr. Es ist so schmerzhaft, ihn gehen zu lassen.

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    • Hallo Linda,
      auch uns geht es gerade so. Unsere Miss Marple,ebenfalls 14 Jahre, hat ein schweres Herzleiden und hat sich seit mehr als 10 Tagen trotz Medikation nicht mehr erholt. Wir kämpfen gerade mit der Entscheidung, wollen sie aber nicht sich quälen lassen 🙁

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      • Unser Kater ist erst 10,5 Jahre alt….
        und hat auch eine mögliche angeborene Herzschwäche. Er hat wasser in der Lunge ect.
        Wir haben Ihn heute erlöst….

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  3. Wir stehen auch vor der Entscheidung, mit unseren Kater Paulchen 14,diesen letzten Weg zu gehen… Es ist ein Drama, ich als Mutter komme immer mehr zu der Überzeugung, ihn erlösen zu lassen, jedoch die Kinder 18 und 13 flehen mich an, es nicht zu tun…die Situation ist nach einer Trennung, doppelt schwer alles, für die Kinder ??. Ich stecke in einer Zwickmühle, bin sehr verzweifelt darüber ?

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  4. Danke Carl für diese Zeilen!
    Unser Norwegerkater Leon wird morgen nach 19 Jahren und fast 2 Monaten altersbedingt seine letzte Reise antreten.
    Ich war gestern bei unserer Tierärztin.
    Er hat innerhalb von 5 Monaten wieder 600g verloren und wiegt jetzt nur noch 2,3kg. Die Tierärztin hat uns sehr schonend diesen Schritt nahegelegt und dafür sind wir sehr dankbar. Wir vertrauen ihr sehr und wissen ihren fachlichen Rat zu schätzen. Nach kurzer Familienberatung haben wir dem Schritt zugestimmt, weil wir schon selbst sehen, dass es nicht mehr geht.
    Jetzt müssen wir nur noch unserem 7jährigen Sohn die Lage schonend und kindgerecht erklären.

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    • Ich wünsche Euch auch ganz viel Kraft und alles Gute. Tut mir sehr leid. Wenn ein Tier solange das Leben mit einem geteilt hat, ist es, als ob ein Familienmitglied gehen muss.

      Meine Katze Lotti ist 12 Jahre alt. Sie frisst und trinkt nicht mehr. Gestern haben wir die Diagnose Lungenkrebs vom Tierarzt bekommen. Auch die Leber ist schon vergrößert. Das ganze ist ein großer Schock für mich und meinen kleinen Sohn. Denn alle Blutergebnisse waren in Ordnung. Ich hatte noch gehofft, das wir Ihr helfen können. Nun muss ich in den nächsten Tagen die schwere Entscheidung treffen, sie einschläfern zu lassen. Sie hat neun 9 Jahre das Leben mit uns geteilt. Der Gedanke ist so furchtbar schwer, das sie nicht mehr bei uns sein kann. Sie wird mir so sehr fehlen. Ich hab noch alles vor vor. Sie wird auf dem Tierfriedhof in unserer Nähe bei meiner 1 Katze Lucy beerdigt.

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  5. Auch unser Purzeln hat stark abgenommen.Er trinkt noch und grüßt etwas. Tue mich schwer mit der Entscheidung wann der richtige Zeitpunkt ist .Er ist 14-15 Jahte(Fundtier).Sollte ich warten bis er nicht .sehr trinkt und frisst?
    Bin etwas hilflos?

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  6. Ich verliere meinen letzten wundervollen Kater Peppi, in Ca 2 Stunden kommt die Tierärztin zu uns, er ist fast 20 Jahre hatte ein wundervolles Freigängerleben und ich liebe ihn so sehr, seine Partnerin Lisa ist mit fast 21 vor zwei Jahren gegangen, Peppi und ich haben damals gemeinsam getrauert. Im Moment bin ich ohnmächtig

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  7. ich bin auch nur noch am weinen. Mein Kater ist jetzt über 14 Jahre alt, er frißt nicht mehr ist nur noch Haut und Knochen, hatte mal 9 Kg. Er schnurrt aber noch sehr viel, ist lieb und trinkt Wasser. Ich bringe es noch nicht übers Herz, ich weiß, es muß bald ein Abschied kommen, aber er sieht mich dann immer mit seinem kleinen Köpfchen so lieb an, ich würde mir furchtbar gemein vorkommen, ihn einfach zum Triearzt zu bringen, wo er doch so furchtbar Angst hat, wenn er in sein Katzekörbchen rein muß und Auto fahren muß. Ich kann einfach nicht, ich bin vollkommen kapuut in mir innerlich. Nur wenn ich merke, dass er Schmerzen hat, dann erst kann ich den furchtbaren aber auch erlösenden Schritt machen. Ich hatte schon sehr viele Katzen in meinem Leben und jetzt auch noch einen Labi, Katze und Hund lieben sich sehr. Es wird von Mal zu mal schlimmer, wenn ich ein Tier gehen lassen muß. Je älter ich werde, desto schlimmer wird alles. Ich bin auch nicht mehr gesund und leide sehr. Was soll ich denn machen ? Vielleicht schläft mein geliebter Kater einfach ein, das ist auch schlimm, aber ich muß diesen grausamen Schritt nicht machen.

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  8. Johannes
    14.12. 2020

    Hallo liebe Schicksalsgemeinschaft. Bin bei allen Euren Beiträgen ganz dabei.
    Zuletzt musste ich bei meinem 13-jährigen Thomy diesen letzten Schritt gehen. Seine Sinne, sehen, hören haben stark nachgelassen, konnte kaum mehr essen, trank wenig. Dann ging alles zu Weihnacht am 25. Dezember 2017 sehr schnell und dachte er schläft einfach länger als sonst. Doch am Nachmittag, arbeitete zu Hause, wurde ich innerlich von großer Sorge und Unruhe erfasst, ich sah und hörte tagsüber nichts mehr von ihm. Merkte dann zu meinem Entsetzen, dass er unter großen Schmerzen, nicht mehr aufstehen konnte. Hob ihn aus seinem Schlafplatz heraus. Trug ihn in die Küche zum Futterplatz für alle meine Katzen. Setzte ihn vorsichtig auf den Boden. Doch er konnte nicht mehr gehen, versuchte es torkelnd, doch er hat keine Kontrolle mehr. Am nächsten Tag in der Tierarztordination, Verdacht auf beidseitige Thrombose, keine Chance mehr. Das Einschläfern, ich habe das schon mehrmals bei meinen Lieblingen in den vergangen 60 Jahren erleben müssen, war schlimm. Trotz Betäubung, und dann der Euthanisie, wehrte er sich gegen den unvermeidlichen Abschied. Er musste noch einmal
    gespritzt werden. Es war sehr, sehr schlimm.
    Nun steht wieder Weihnachten vor der Türe und nach einem Jahr schweren Leidens, ist seine 17-jährige Partnerin Susi am Ende ihrer Kräfte, hat große Schmerzen in allen Gelenken, kann kaum mehr auf ihren vier Beinen stehen, sieht und hört von Tag zu Tag schlechter, essen wenig, trinken nur über das Feuchtfutter noch weniger. Ich habe gerade wieder mit meiner Tierärztin gesprochen, sie meint, die Entscheidung des bevorstehenden Abschieds ist nun auch bei Susi gekommen. Am Donnerstag den 17. Dezember 2020 soll ich mit Susi zu ihnen kommen und sie gehen lassen. Ja, über den Regenbogen zu all den anderen, die ihr bereits voraus gegangen sind und auf Susi warten. Es fällt mir unendlich schwer und ich kann keine meiner Lieblinge vergessen und hoffe auf ein Wiedersehn mit allen, jetzt danach in wenigen Tagen, auch in Zukunft auf Susi. Denn Trost gibt es sonst keinen, nur die Hoffnung bleibt zuletzt, mit meinen drei verbleibenden Katzen Lydia, Sarah und Flori.

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  9. Heute um 17,20 Uhr musste ich meine kleine Fiona gehen lassen, sie war unser Familienmitglied.
    Sie ist nur 5 Jahre alt geworden nach sehr kurzer schwerer Krankheit Silvester hat sie angefangen zu erbrechen war beim Tiernotarzt und am nächsten Tag im Tierklinik mit allem drum und dran.
    Sie hatte große Schmerzen jede Bewegung tat ihr weh, da habe ich mich entschlossen sie friedlich
    gehen zu lassen. Es tut weh und jetzt verstehe ich dies Wort „untröstlich“ es gibt nichts was hilft…
    meine Fio ist weg.

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  10. Es tut sehr weh wenn ich hier diese oder jene Geschichte lese und fühle mit Euch, leider mussten wir auch am 23.12.20 wir unsere Katzendiva Bakira einschläfern lassen und über die Regenbogenbrücke gehen lassen, es war ein sehr schwerer Schritt nach fast 14 Jahren Familienzugehörigkeit. Sie war immer unser Mittelpunkt in unserem Leben.
    Sie liegt jetzt noch im Tierkrematorium und wird am 15.01.20 eingeäschert. Danach hole ich Sie wieder zu uns nach Hause und bekommt Ihren Platz wo Sie immer gerne gelegen hat bzw gesessen hat.

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  11. Ich musste diese Entscheidung am 22. Januar sehr spontan treffen…
    Mein Kater hatte im Dezember die Ferndiagnose ‚Giardien‘ bekommen, aufgrund seines Durchfalls.
    Also gab es Medizin und anderes Futter, womit es auch kurz besser wurde.
    Aber er nahm im Januar dann stark ab und als Montag dann fressen nicht mehr ging und er Mittwoch eine leichte gelbfärbung der Haut hatte, ging es Freitag zum TA.

    Dieser sah den Kater, prüfte die Herztöne und sah ihm in’s Maul und konnte mir sagen, das es ihm leid tut, aber man könne nichts mehr tun…
    Seine Organe gaben langsam nach und nach auf.
    Übeltäter war ein sehr stark entzündeter Zahn, der gezogen werden müsste.
    Dazu dann Medizin für die Organe und Antibiotika.

    Da mein Kater aber schon 15 war und er zudem so stark abgebaut hatte, war die Prognose „Den Organen kann ich helfen, aber wenn wir die Zahn OP machen ist er wahrscheinlich allein durch den Stress der OP und das Sedativum schon gestorben, den Zahn können wir also nicht ziehen und die Entzündung breitet sich weiter aus“.

    Er ließ mich dann mit meinem Tier alleine, um nach zu denken, was ich nun tun will.
    Ich komme als biologisch technischer Assistent selbst aus einer Sparte, die sich mit der Biologie von Lebewesen beschäftigt und konnte logisch also erfassen, das der Arzt recht hat…
    Ich könnte meinen Kater zwar noch am leben erhalten mit der Medizin, aber er würde in wenigen Wochen dennoch sterben, da die Entzündung nicht weg gehen würde.

    Ich kam also mit den Gedanken zum TA, das mein Kater Medizin bekommt und wir wieder heim fahren… und fuhr schließlich mit meinem entschlafenen Tier wieder dort weg…

    Glücklicherweise hat ein Freund ein eigenes Grundstück und wir konnten Miyabi (mein Kater) dort mit seinem Geschirr, seiner Leine und einem Tshirt von mir beerdigen.
    (Er ging an der Leine spazieren und kuschelte gern mit dem Shirt)

    In meiner Wohnung kann ich allerdings leider nichts von ihm weg räumen, weil ich eine zweite Katze habe, die diese Dinge benutzt.
    Ihr geht es glücklicherweise gut und sie spendet mir Trost.
    Dennoch ist es echt hart, andauernd zu denken „Da kommt er gleich zum die Ecke getappt und stubbst mich“ – und dann kommt er natürlich nicht.
    Von seinen 15 Jahren Lebenszeit war er 11 Jahre bei mir.
    Länger, als die meisten Menschen, die ich kenne.

    Ich versuche mich aber damit zu beruhigen, das es richtig war, ihn einschlafen zu lassen.
    Denn Lieben bedeutet, das geliebte Wesen vor Schmerz zu bewahren…und genau das tut man ja damit.

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  12. Wir müssen mein geliefert freund/ Haustier übermorgen einschläfern lassen. Ich bin fix und fertig weil ich ihm nicht mehr wirklich helfen kann da er maximal nur noch 4 Wochen bekommen hat. Er war seit kind an mein bester freund und dann heute die Diagnose Tumor im ganzen Körper. Jetzt haben wir 2 Tage bekommen an dem ich mich immer erinnern werde. Ich werde jede freie Minute mit ihm genießen und auf Fotos und viedios festhalten. Es tut so weh ihn gehen lassen zu müssen

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    • Mein Kater ist 19 Jahre alt und hat eine Schilddrüsenüberfunktion. Die Tabletten und die Medikamente verträgt er nicht (blutiger Stuhlgang usw) und es ist einfach so, dass er frisst und frisst aber nur noch Haut und Knochen ist.
      Er kommt fordert seine Guddies ein und kuschelt auch noch gerne.
      Ich weiß einfach nicht ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist oder ich noch warten soll… Jeder der ihn sieht erschrickt da er sooo dünn ist dass man jeden Knochen sieht. Eigentlich wollte ich es ihm ermöglichen zu Hause einfach einzuschlafen aber ich weiß es einfach nicht…. Es ist schrecklich
      Dann denke ich, ich frag nochmal den Tierarzt aber dann wiederum denke ich ich kenn ihn doch besser… Ich bin total überfordert

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  13. Hherm
    Mein Moritz wurde am 12.März erlöst : Nierenversagen, hohe Zuckerwerte Magenschleimhaut-Entzündung große Schmerzen, welche ich ihm abgenommen habe. „Mein Moritz schlaf gut!“

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  14. Ich habe am 04.04.21 gegen 20 Uhr Abschied nehmen müssen von meiner geliebten Katze Masja. Sie war damals erst 3 Monate alt, als sie zu uns gekommen ist und ich war 9 Jahre alt. Ich war die erste, die sie auf den Arm genommen hat und nun die letzte, die sie gehalten hat. Sie hat so viele wichtige Momente meines Lebens mit erlebt (Freude und Freunde, Liebeskummer, Schulabschluss, Hochzeit, Schwangerschaft, meine kleine Tochter…) und mir immer zur Seite gestanden. Mit fast ihren 21 Jahren mussten wir uns nun entscheiden, sie einschläfern zu lassen. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass sie irgendwann einfach von alleine einschläft denn sie baute immer weiter ab und wog zum Schluss nur noch knapp 1kg. Als sie die letzten 3 Tage nichts mehr gegessen hat, Blut und Säure erbrochen hat und kaum noch laufen konnte, habe ich meine Eltern dazu bewegt, sie vom Leid zu erlösen. Sie lebte zum Schluss bei ihnen, als ich ausgezogen bin und hatte hier einen wunderbaren Lebensabend, sie haben sie umsorgt wie ein kleines Kind und waren immer für sie da. Ich weiß, dass sie ein schönes, erfülltes Leben bei uns hatte und wir sie vom Leid befreit haben, dennoch habe ich so große Schuldgefühle. Wir mussten leider in die Praxis fahren, was für sie immer Stress bedeutet hat. Natürlich habe ich sie in ihren letzten Minuten gehalten aber was hat sie gedacht und gefühlt? Ich werde diese Bilder nie aus meinem Kopf bekommen, wie sie ihr Köpfchen in meiner Hand ablegte und schnell und friedlich eingeschlafen ist. Wir haben sie mitgenommen und im Garten meiner Eltern in einem selbst gebauten kleinen Sarg beerdigt. Mit ihrer liebsten Kuscheldecke und dem ersten Spielzeug, was ich ihr damals von meinem Taschengeld geholt habe. Sie fehlt uns so unglaublich, meine Eltern weinen jeden Abend um sie, denn sie merken ja ihre Abwesenheit unmittelbar zu Hause. Heute werden wir es meiner 3 jährigen Tochter irgendwie kindgerecht erklären müssen, wenn wir Oma und Opa besuchen. Denn das ist das erste, was sie macht, wenn wir rein kommen: Mieze suchen und begrüßen. Die beiden haben sich unglaublich gut verstanden, unsere Masja war so geduldig und meine kleine so zärtlich. Als sie sie das letzte mal gesehen hat, hat sie der Mieze Tschüss gesagt und einen Kuss auf den Kopf gegeben, was sie sonst nie so gemacht hat. Das war, als würde sie den Abschied spüren. Ich weine so sehr um sie, gerade bei diesen Zeilen. Aber es hilft auch, sie nieder zu schreiben. Ich hoffe, der Schmerz und das schlechte Gewissen werden bald weniger und die schönen Erinnerungen an unsere gemeinsamen, tollen über 20 Jahre überwiegen… Wir lieben dich so sehr, Masja.

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