Trockenfutter für die Katze

Die Ernährung einer Katze ist fast genauso umstritten, wie die des Menschen. Wir Menschen müssen uns zwischen einer veganen, vegetarischen und omnivoren Ernährung entscheiden. Bei Katzen besteht Diskussionsbedarf im Bezug auf Nass- oder Trockenfutter.

Welche Vor- und Nachteile die Ernährung mit Trockenfutter hat und was du bei der Raubtierfütterung sonst noch beachten solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Eine Katze frisst draußen aus einer kaputten Tasse

Gesundheit und Vorzüge

Bei der Fütterung der Katze stellen die einen positiv heraus, dass das Trockenfutter bei Katzen zur Zahnpflege beiträgt. Andere argumentieren damit, dass die Fütterung der trockenen Bröckchen unsere Stubentiger austrocknen kann und schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich bringt.

Sicherlich sind beide Positionen nachvollziehbar. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die Fütterung von Nass- oder von Trockenfutter gesünder ist. Und was verändert sich neben der Gesundheitsfrage durch die Fütterung von Trockenfutter noch?

Ist Trockenfutter für Katzen gesund?

Das Trockenfutter kann in bestimmter Form zur Mundhygiene und Zahnpflege deiner Katze beitragen. Trotzdem sind die gesundheitlichen Vorteile der Brocken eher gering.

Oftmals wird appelliert, dass die Fütterung durch Trockenfutter die Katze austrocknet, da unsere Vierbeiner oftmals trinkfaul sind. Das Nassfutter benötigen sie in diesem Fall zur Flüssigkeitsaufnahme . Aus diesem Grund sollte das Trockenfutter zumindest bei älteren oder sehr trinkfaulen Katzen stets mit ausreichend Wasser vermischt werden.

Nimmt die Katze nicht genug Flüssigkeit auf, kann dies schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Beipiele sind Nierenversagen oder Blasenprobleme. Manche benennen das Trockenfutter sogar als Grund für einen frühzeitigen Tod und die weiter sinkende Lebenserwartung von Katzen.

Auch wenn das Trockenfutter im direkten Vergleich zu Nassfutter als „Fast Food“ der Katze gilt, sollte bei beiden Fütterungsarten stets auf die Zusammensetzung und die Inhaltsstoffe geachtet werden. Ein nährstoffarmes Nassfutter mit Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern ist für deine Katze mindestens genauso schädlich, wie das verteufelte Trockenfutter.

Vor- und Nachteile vom Trockenfutter

Sicherlich bist auch du der Meinung, dass die Gesundheit deiner Katze stets vor Praktikabilität gestellt werden sollte. Daher sollte die Fütterung mit Trockenfutter nur in Absprache mit dem Tierarzt und unter besonderen Bedingungen, wie einer Futterunverträglichkeit, geschehen.

Trotzdem ist als Vorteil die Unkompliziertheit zu nennen, die das Füttern der Katze mit Trockenfutter auszeichnet. Am Anfang des Tages wird eine Schüssel mit den Bröckchen gefüllt. Über den Tag frisst die Katze dieses ganz nach ihrem natürlichen Fressverhalten. Nassfutter sollte im Gegensatz dazu portionsweise gefüttert werden, was einen höheren Aufwand bedeutet.

Leider überwiegen die gesundheitlichen Nachteile des Trockenfutters deutlich. Zucker, Getreide und Zusatzstoffe sowie fehlende Flüssigkeit können bei deiner Katze zu Mangelerscheinungen und zum Austrocknen führen. Um diesen Problemen zu entgehen, solltest du zumindest eine Mischfütterung durchführen.

Alternativen zum Trockenfutter

Gegen ein trockenes Leckerchen für deine Katze ist hin und wieder sicher nichts einzuwenden. Wurde deine Katze allerdings seit Klein auf durch eine reine Ernährung mit Trockenfutter geprägt, kann die erneute Futterprägung sehr schwer werden, da minderwertiges Futter oftmals Geschmacksverstärker und Zucker enthält.

Um eine Umgewöhnung auf Nassfutter zu erreichen, solltest du das bisherige Trockenfutter deiner Katze für mindestens zwei Wochen mit Wasser mischen. So gewöhnt sich die Katze an die Konsistenz. Im nächsten Schritt sollte das Nassfutter dann portionsweise hinzugegeben werden, um die Verträglichkeit zu überprüfen.

Ist deine Katze noch jung, kannst du sie von Anfang an auf eine Mischernährung prägen. So ist die Abwechslung bei der Fütterung gegeben. Ca. einmal die Woche kannst du deiner Katze dann auch ohne Bedenken Trockenfutter reichen. Achte jedoch darauf, dass die empfohlene Menge an Kalorien nicht überschritten wird.

Neben einer Ernährung durch Nass- oder Trockenfutter ist das selbst zubereitete Futter natürlich die gesündeste aber auch die aufwändigste Alternative. Hierbei hast du einen genauen Überblick über Inhaltsstoffe und Wasserzugabe. Du weißt außerdem, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind und kannst einen möglichst hohen Fleischanteil garantieren.

Babykatze schaut in einen Korb voller Bananen und Orangen

Das beste Futter für Katzen

Aufgrund unterschiedlicher Ansprüche gibt es leider keinen allgemeingültigen Ratschlag zur Ernährung deiner Katze. Auf jeden Fall sollte bei der Futterwahl stets auf natürliche Inhaltsstoffe geachtet werden. Besonders ein hoher Fleischanteil und eine sinnvolle Zusammensetzung von Mineralien, Vitaminen und Proteinen ist wichtig.

Solltest du dir unsicher sein, wie du deine Katze nun am besten ernährst, besuche den Tierarzt. Dieser wird dir wertvolle Informationen zu Futtermitteln bei Allergien, Unverträglichkeiten oder sonstigen Ansprüchen deiner Katze geben. Mit ihm solltest du auch die Zusammensetzung des Futters besprechen, wenn du dieses selbst herstellen möchtest.

Weitere Informationen über Katzenernährung findest du im Buch „Katze richtig ernähren„.

Auf welche Inhaltsstoffe achten?

Hochwertiges Katzenfutter erkennst du nicht an den werbenden Aufdrucken auf der Vorderseite der Verpackung. Erst durch genaueres Betrachten der Inhaltsstoffe sieht man, ob das Futter wirklich gesund ist.

Ist ein Futter hochwertig, werden genaue Angaben zum Fleisch gemacht. Mindestens 50 % reines Fleisch sollten enthalten sein. Der tierische Ursprung sollte außerdem genau benannt und prozentual angegeben werden.

Ist ein Futter durch ungenaue Angaben von „Nebenerzeugnissen“ gekennzeichnet, ist davon auszugehen, dass ein großer Anteil des Futters aus tierischen oder pflanzlichen Abfällen hergestellt wurde. Krallen, Federn und Kerne sind nur einige Bestandteile dieser.

Wie auch bei Nahrungsmitteln für den Menschen sind sämtliche Inhaltsstoffe, die mit einer E-Nummer gekennzeichnet sind, mit Vorsicht zu genießen. Bei einer langen Auflistung dieser Inhaltsstoffe sollte besser zu einem anderen Futter gegriffen werden, da E-Nummern oftmals künstliche Geschmacksverstärker, Süß- oder Farbstoffe benennen.

Außerdem solltest du bei verstecktem Zucker in Form von Melasse, Karamell, Sirup und sämtlichen Inhaltsstoffen mit der Endsilbe „-ose“ vorsichtig sein.

Eine lange Liste an Vitaminen und Mineralien ist hingegen meist ein Zeichen für qualitativ hochwertiges Futter. Vor allem Vitamin E und Vitamin C sind natürliche Antioxidantien. Diese stärken das Immunsystem deiner Katze.

Kauftipps für gesundes Trockenfutter

Solltest du dich – entgegen aller Nachteile – trotzdem für die Fütterung mit Trockenfutter entscheiden, ist es besonders wichtig, vollwertiges und gesundes Futter für deine Katze zu kaufen. Außerdem solltest du darauf achten, dass deine Katze besonders viel Wasser zu sich nimmt. 200 ml am Tag sollte sie dann mehr trinken.

Futtermarken, wie Applaws oder Pets Deli bieten getreidefreie Trockenfuttermittel an, die bis zu 80% hochwertiges Fleisch enthalten. Auch der Tierarzt kann dir je nach Anspruch eine der vielen Sorten Royal Canin empfehlen, welche extra auf bestimmte Unverträglichkeiten deiner Katze abgestimmt sind.

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